Die Immobiliensuche findet heute zu einem grossen Teil im Internet statt. Immobilienportale bieten zahlreiche Objekte an und filtern diese nach den Wünschen der Interessenten. Dazu bieten sie weitere Funktionen an, die die Suche vereinfachen sollen. Doch auch einige klassische Suchwerkzeuge wie der Rubrikenmarkt in den Tageszeitungen kann hilfreich sein.

Ein Traumhaus suchen und finden. Foto: KB3/fotolia.com
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Das Angebot an freien Immobilien ist riesig. Immobilienportale wie immowelt.ch erleichtern die Suche. Die Schwierigkeit ist, aus der Fülle an Wohnungen und Häusern die potenziell interessanten Immobilien herauszufiltern. Genau darauf sind die Immobilienportale spezialisiert. Sie sortieren das Angebot nach genau den Kriterien, die der Suchende vorgibt. Die besten Tipps zur Immobiliensuche.

Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Foto: elxeneize/fotolia.com
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Die wichtigsten Fragen zu Beginn der Immobiliensuche lauten: Wie viel Zeit habe ich, wie viel Geld habe ich und was brauche ich? Diese drei Faktoren ergeben ein Profil, welches die Immo-Suche massgeblich bestimmt. Wer ein Eigentumshäuschen sucht, muss sich eventuell auf eine längere Suche einstellen. Denn vielerorts sind die Angebote knapp und die Nachfrage ist gross. Wer innerhalb von wenigen Wochen oder gar Tagen eine neue Mietwohnung braucht, etwa weil er in eine andere Stadt zieht, hat womöglich nicht ausreichend Zeit, die perfekte Immobilie zu finden. Dann kann es sinnvoll sein, vorerst seine Ansprüche anzupassen und mittelfristig etwas anderes zu suchen. Wer dagegen Geld übrig hat und es ohne Zeitdruck anlegen will, kann unabhängig vom Markt langfristig die Augen offen halten und bei einem geeigneten Angebot zuschlagen.

Je nach Suchfaktoren muss unter Umständen eine andere Suchtaktik gewählt werden. Fast immer sollten Immobilienportale das Basissuchwerkzeug sein. Denn diese bieten ein breites Angebot, ausgeklügelte Suchfunktionen, direkte Kontaktmöglichkeiten zum Anbieter und vieles mehr.

Immobile in Suchanzeigen finden.  Foto: VRD/fotolia.com
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Sollte sich die Immobiliensuche etwas in die Länge ziehen, müssen die Suchkriterien unter Umständen angepasst werden, etwa weil die zunächst festgelegten Eckpunkte nicht zu einem Ergebnis führen. Ohnehin ist es sinnvoll, Nischen auszumachen und zu suchen, was andere nicht suchen. Wer im September nach 1-Zimmer-Appartments in einer Studentenstadt sucht, sieht sich grosser Konkurrenz ausgesetzt.

Auf Basis der Suchdaten, die Immobilienportale wie immowelt.de zur Verfügung stellen, lassen sich eventuell Nischen ausmachen. Es kann sinnvoll sein, die Suchkriterien leicht anzupassen. Wer etwas mehr Geld in die Hand nimmt, bekommt dafür unter Umständen verhältnismässig mehr Wohnraum – bei geringerer Konkurrenz. Vielleicht ist es auch sinnvoll, sich nach etwas kleineren Wohnungen oder Häusern umzusehen oder aber in einem anderen Stadtteil zu suchen.

Besichtigungstermin.  Foto: Kurhan/fotolia.com
Foto: Kurhan/fotolia.com

Eines der wichtigsten Elemente der Immo-Suche ist der Besichtigungstermin. In den wenigsten Fällen wird das neue Zuhause blind gemietet, ohne es ein einziges Mal gesehen zu haben. Erst recht gilt das beim Hauskauf. Einige Termine können allerdings weniger aufschlussreich sein als andere. So ist es sonntags fast überall etwas ruhiger, die Strassen sind weniger belebt, eine etwaige Lärmbelästigung fällt weniger auf.

Im Optimalfall nimmt sich der Immobilienvermittler oder der Eigentümer beim Besichtigungstermin Zeit und beantwortet auch Fragen, die nicht im Exposé geklärt werden. Wenn die Immobilie nicht ganz den Wünschen entspricht, sind Vermieter manchmal dazu bereit, Kleinigkeiten zu verändern. Bei Kaufimmobilien können Nachteile den Kaufpreis drücken. Einige interessante Fragen an den Immobilienvermittler oder Eigentümer:

Natürlich will auch der Eigentümer oder der Verkäufer den Interessenten kennenlernen und stellt deswegen einige Fragen. In der Schweiz ist es üblich, dass Mietinteressenten ein Anmeldeformular ausfüllen müssen. Der Mieterinnen- und Mieterverband weist aber darauf hin, dass bisweilen datenschutzrechtlich unzulässige Fragen gestellt werden. Diese muss der Mietinteressent nicht oder nicht korrekt beantworten – negative Konsequenzen können ihm daraus nicht entstehen.

Laut Mieterinnen- und Mieterverband darf der Vermieter immer folgende Fragen stellen:

Besteht ein begründetes Nachforschungsinteresse seitens des Vermieters, kann er auch noch folgendes abfragen:

Ist der Vermieter gesetzlich verpflichtet oder bestehen sonstige besonderen Voraussetzungen, bestimmte Angaben den Behörden zu melden, kann (muss) der Vermieter auch noch folgendes abfragen:

Unzulässig sind Fragen, die zu sehr in die Persönlichkeitssphäre des Mietinteressenten endringen, für die es keinen sachlichen Grund gibt. So darf der Vermieter zum Beispiel nicht abfragen, ob der Interessent Mitglied eines Mietervereins ist, ob chronische Krankheiten bestehen, punktuelle Fragen zu finanziellen Verhältnissen stellen (zum Beispiel: Leasing- und Ratenverträge), ob der Mietinteressent aus einer Not heraus den Mietvertrag abschliessen muss. Auch darf nicht gefragt werden, ob Interesse an einem Kopplungsgeschäft besteht – etwa Versicherung plus Mietvertrag.

Immobilien im Ausland. Foto: hydebrink/fotolia.com
Foto: hydebrink/fotolia.com

Wer auf der Suche nach einer Immobilie im Ausland ist, muss andere Dinge beachten. Wenn ein Schweizer zum Beispiel eine Wohnung in Deutschland mieten will, gilt zu beachten, dass dort andere Regelungen gelten. Hier gilt, dass mit der Einführung des Bestellerprinzips derjenige eine Vermittlungsprovision zu zahlen hat, der den Makler beauftragt hat. Die Provision ist allerdings auf 2,38 Monatsmieten (ohne Nebenkosten) beschränkt. Behördliche Pflichten, den Abschluss eines Mietvertrags zu melden, hat ein Vermieter nicht. Der Mieter muss seinen Wohnsitz allerdings der Gemeinde melden.

Die Höhe der Miete ist in Deutschland bei einer Neuvermietung in der Regel frei verhandelbar, solange kein Wucher vorliegt. Allerdings können die Bundesländer bei einer Wohnungsknappheit für einzelne Gemeinden oder Stadtteile eine Mietpreisbremse bestimmen. Diese besagt, dass die Miete bei einer Neuvermietung maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf. Anhaltspunkte dafür, wie hoch diese ortsübliche Vergleichsmiete ist, liefern in den meisten Städten so genannte Mietspiegel. Bei bestehenden Mietverhältnissen ist der Mieter allerdings sehr gut geschützt. Die Kündigung eines unbefristeten Mietvertrags seitens des Vermieters ist nur bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen des Mieters (zum Beispiel Mietrückstände) oder sonstigen gewichtigen Gründen wie etwa Eigenbedarf zulässig. Regelungen wie in der Schweiz, wonach die Miete auch von der allgemeinen Zinshöhe abhängt, gibt es in Deutschland nicht.

Auch in anderen europäischen Ländern weichen die Regelungen teilweise erheblich von denen in der Schweiz ab. Deshalb ist es immer ratsam, einen Profi zu Hilfe zu nehmen. Erste Informationen gibt’s nach Ländern sortiert auf unserer Seite für die Auslandimmobiliensuche.

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