Garagen kaufen

Sie möchten eine Garage kaufen – bei immowelt.ch finden Sie aktuelle Angebote. Garagen zum Kaufen in allen Regionen und Städten.

Garage kaufen: Zum selbst nutzen oder als Geldanlage

Autobesitzer möchten ihren Wagen oft vor Wettereinflüssen oder gar Vandalismus schützen. Doch nicht zu jeder Wohnung gehört eine Garage. Wer sein Fahrzeug unterstellen möchte, findet eine gute Auswahl an Garagen und Stellplätzen zum Kaufen, oft zu moderaten Preisen. Und wer sie nicht selbst nutzen will, kann sie auch vermieten – sie verspricht dann eine gute Rendite.

Gut geschützt in der Garage bleibt das Schmuckstück länger fit. Foto: Dietmar Becker 131 / Unsplash

In einer Garage ist das Auto gut geschützt. Wer eine Garage kaufen will, sollte sich vorab aber schon Gedanken darüber machen, welche Art von Garage für ihn die beste ist:

Arten von Garagen

Garage ist nicht gleich Garage. Es gibt verschiedene Varianten, sein Fahrzeug unterzustellen:

Freistehende Garage

Freistehende Garagen finden sich meist in weniger dicht bebauten Gebieten, oft auf dem gleichen Grundstück, auf dem ein Einfamilienhaus steht. Eine solche Garage kann nicht einzeln veräussert werden, sondern nur zusammen mit dem Gebäude. Separate Einzelgaragen sind in solchen Gebieten deshalb eher selten anzutreffen.

Garage in der Autoeinstellhalle

In dichter besiedelten Gebieten ist eine Autoeinstellhalle oft Teil einer Liegenschaft. Nur dann, wenn eine solche Garage im eidgenössischen Grundbuch als eigene Einheit aufgeführt wird, kann sie einzeln erworben werden.

Tiefgaragenstellplätze

Vermehrt bei neueren Gebäuden finden sich statt oberirdischen Garagen Tiefgaragenstellplätze. Auch hier gilt, dass solche Stellplätze nur dann einzeln erworben werden können, wenn sie im Grundbuch als eine eigene Einheit ausgewiesen sind. In manchen Fällen handelt es sich auch um sogenannte Mehrfachparker, auch Doppelstockgaragen genannt, bei denen zwei Autos platzsparend übereinander parken. Deren Hebemechanik kann aber auch einmal kaputtgehen, weshalb Käufer hier zumindest langfristig mit etwas höheren Unterhaltskosten rechnen müssen.

Tiefgaragenstellplätze gehören oft zu neueren Mehrfamilienhäusern. Foto: Kasparart / fotolia.com
Ein klassischer Garagenhof. Foto: Alessandro2802 / fotolia.com
In Tiefgaragenstellplätzen finden sich oft so genannte Duplexparker: So können auf gleicher Fläche doppelt so viele Wagen parken. Foto: Pavel Losevsky / fotolia.com
Freistehende Garagen können meist nicht einzeln erworben werden. Foto: GM Photography / fotolia.com

Garage kaufen für den Neubau

Wer neu baut und auch eine Garage kaufen will, kann sich für eine Fertiggarage entscheiden. Es gibt Modelle aus Stahl, Holz oder Beton. Der Vorteil: Fertiggaragen sind schnell zum Festpreis aufgebaut und oft auch günstiger als gemauerte Garagen. Vom Maurer gebaute Garagen bieten dafür mehr Raum für individuelle Gestaltung. Eine kostengünstige Alternative zur Garage ist ein Carport. Gleich, für welche Art von Unterstellplatz man sich entscheidet: Es ist immer das Baurecht einzuhalten, das zum Beispiel die Grenzbebauung regelt.

Bestandsgarage kaufen

Wer eine Garage aus dem Bestand erwerben möchte, findet eine solche häufig auf einem Garagenhof. Foto: photofranz56 / fotolia.com
Nach einiger Zeit wird das Bitumendach der Garage undicht und muss erneuert werden. Foto: GrafKoks / fotolia.com

Wer eine Bestandsgarage erwerben möchte, sollte dabei einiges beachten:

Baulicher und technischer Zustand der Garage: Zu prüfen ist hier vor allem, ob das (Flach-) Dach dicht ist. Garagendächer sind oft mit Bitumendachpappe gedeckt, was in der Regel eine Erneuerung alle 20 bis 30 Jahre bedeutet. Handelt es sich um einen Doppelparker, also um einen Stellplatz, bei dem zwei Autos übereinander geparkt werden können, sollte der technische Zustand der Hebemechanik geprüft werden. Zudem sollte der  Voreigentümer gefragt werden, ob es in der Vergangenheit Reparaturen gab. Gab es diese nicht, sollte man mögliche Kosten in der Zukunft in seiner Kalkulation berücksichtigen.

Die Garage ist Teil eines Stockwerkeigentums: Wenn es sich bei der Garage um einen Teil des Stockwerkeigentums handelt, sollte bedacht werden, dass monatliche Kosten zum Beispiel für die Hausverwaltung oder Instandhaltungsrücklagen anfallen.

So viel kosten Garagen

Eine gebrauchte Garage gibt es schon für vergleichsweise wenig Geld. Foto: Petair / fotolia.com

Beim Bau einer neuen Garage dürfte die preiswerteste Alternative die Fertiggarage sein: Einfache Metallgaragen sind als Bausatz schon für gut 1.000 Franken zu haben, für Fertigmodelle in höherwertiger Ausstattung und aus anderen Materialien wie zum Beispiel Holz oder Beton sind Investitionen im unteren oder mittleren vierstelligen Bereich zu veranschlagen. Eine gemauerte Garage kostet mehr – bietet aber auch mehr Möglichkeiten, diese individuell zu planen und zu gestalten.

Bei Bestandsgaragen sind die Preise stark abhängig von Angebot und Nachfrage und sie unterscheiden sich auch erheblich je nach Region und Stadt. Im Allgemeinen muss in einer Stadt mit durchschnittlichen Immobilienpreisen mit einer Investition im unteren fünfstelligen Bereich gerechnet werden.

Garage kaufen und vermieten

Garagen eignen sich auch als Investment für Kapitalanleger, wobei einige Besonderheiten beachtet werden sollten:

  • Wird eine Garage zusammen mit einer Wohnung vermietet, so gilt der gleiche Kündigungsschutz mit der gleichen Kündigungsfrist wie für den Wohnraum. Anders ist es, wenn die Garage separat vermietet wird. Dann können Kündigungsfristen frei vertraglich vereinbart werden. Ansonsten können Autoeinstellplätze mit einer Zweiwochenfrist zum Monatsende gekündigt werden.
  • Garageninvestments senken das Klumpenrisiko: Wer eine Wohnung kauft und vermietet, steht bei einem Leerstand oder Mietausfall ohne Einnahmen da. Wer für dasselbe Geld zehn oder 20 Tiefgaragenstellplätze oder einen Garagenhof erwirbt, hat bei einem einzelnen Mietausfall immer noch genug Einnahmen, um die laufenden Kosten zu decken.
  • Bei der Vermietung von Garagen und Stellplätzen kann eine Umsatzsteuer in Höhe von 7,7 Prozent fällig werden. Das aber nur dann, wenn die Vermieterschaft innerhalb eines Jahres einen Umsatz von mehr als 100.000 Franken erwirtschaftet. Auch dann, wenn die Garage zusammen mit der Wohnung vermietet wird, fällt grundsätzlich keine Umsatzsteuer an – unabhängig davon, wie hoch die jährlichen Mieteinnahmen sind.
Manchmal eigenen sich Garagendächer auch für die Nutzung als Solardach. Foto: industrieblick / fotolia.com
In dicht bebauten Altstädten finden sich für Tiefgaragenstellplätze sehr schnell Mieter. Foto: Countrypixel / fotolia.com

Bei Garagen als Investment ist in besonderem Masse auf die Mikrolage zu achten: Dicht bebaute Altstädte zeichnen sich vielfach durch einen Mangel an Parkmöglichkeiten aus – hier findet sich schnell ein Mieter für eine Garage oder einen Tiefgaragenstellplatz. In vielen neueren Wohngebieten gibt es dagegen oftmals Einstellhallenplätze im Überfluss, weil Neubauten meist nur dann genehmigt werden, wenn eine ausreichende Zahl an Stellplätzen geschaffen wird. Wenn an den Strassenrändern dann auch noch ausreichend Stellfläche für Laternenparker vorhanden ist, wird die Vermietung einer solchen Garage schwierig. Auch sind Innenstadtlagen nicht immer überdurchschnittlich begehrt: Denn hier gibt es oftmals grosse Parkhäuser, die Stellplätze auch an Dauerparker vermieten.

Die erzielbaren Mieten für Garagen und Tiefgaragenstellplätze variieren je nach Stadt und Lage erheblich. In teuren Grossstädten mit Parkplatzmangel können vielfach Monatsmieten zwischen 100 bis 200 Franken erzielt werden – in beliebten Wohngebieten können die die Preise teilweise noch höher sein. In Wohngegenden mit weniger stark ausgeprägter Parklatzknappheit sind oft aber auch Preise unter 100 Franken im Monat üblich. Die Rendite für den Anleger hängt demnach einerseits von der dauerhaft zu erzielenden Miethöhe, andererseits vom Kaufpreis ab. Ein Beispiel: Kostet ein gebrauchter Tiefgaragenstellplatz 25.000 Franken inklusive Kaufnebenkosten und erzielt dieser nach Abzug der laufenden Kosten 1.250 Franken Jahresmiete, entspricht dies einer Rendite von fünf Prozent.

Fazit: Garage ist eine sinnvolle Investition

Unabhängig davon, ob der Käufer die Garage selbst genutzt oder als Kapitalanlage nutzt. Der Kauf ist oft eine sinnvolle Investition. Ein Garagen-Auto, das weniger Widrigkeiten wie Wind, Wetter und möglicherweise Vandalismus ausgesetzt war, ist zumeist in einem besseren Zustand und somit mehr wert.  Und Anleger können von Renditen profitieren, die bisweilen höher sind als diejenigen, die mit Wohnimmobilien erzielt werden können.