Günstige Wohnungen mieten (Schnäppchen)

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Günstige Wohnungen mieten: Gut wohnen trotz knappen Budgets

In den vergangenen Jahren sind in vielen Schweizer Grossstädten Mietwohnungen teurer geworden. Doch gibt es Wege, günstige Wohnungen zu mieten: Unter anderem ermöglicht der gemeinnützige Wohnungsbau bezahlbares Wohnen. Auch der Verzicht auf ein paar Ausstattungs-Extras spart Geld.

Günstige Wohnungen mieten, Mehrfamilienhaus, Foto: iStock/ lechatnoir
Wer ein paar Abstriche macht, kann bei der Miete Geld sparen – so sind Wohnungen ohne Balkon meist ein paar Prozent günstiger als solche mit. Foto: iStock/ lechatnoir

Eine günstige Wohnung mieten – das ist angesichts der teils angestiegenen Mieten vor allem in den grossen Schweizer Städten ein schwieriges Unterfangen. Dennoch ist es nicht unmöglich, eine bezahlbare Bleibe zu finden. Dabei muss der Mieter zwar manchmal Kompromisse eingehen, doch wer planvoll bei der Suche nach billigen Wohnungen vorgeht, kann einiges sparen.

Genossenschaftswohnung suchen

In der Schweiz gibt es rund 1.500 gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften, denen etwa fünf Prozent der Schweizer Wohnungen gehören. Laut Verband der gemeinnützigen Wohnbauträger sind Genossenschaftswohnungen im Schnitt bis zu 20 Prozent günstiger als solche Wohnungen, die auf dem freien Markt angeboten werden. Denn die gemeinnützigen Institutionen streben keinen Gewinn an, sondern Kostendeckung. Grundlage ist das Wohnraumförderungsgesetz (WFG). Es bestimmt, dass der Bund unter anderem für die Schaffung günstiger Wohnungen für wirtschaftlich oder sozial benachteiligte Personen zinslose oder zinsgünstige Darlehen oder auch Bürgschaften als Förderinstrument zur Verfügung stellt.

Die Mieter von Genossenschaftswohnungen sind dabei Kunden und Teilhaber der Genossenschaft zugleich. Sie haben in der Regel ein lebenslanges Wohnrecht. Wer eine Genossenschaftswohnung haben will, muss als neues Mitglied Anteile an der Genossenschaft kaufen. Ein solcher Pflichtanteil kostet je nach Genossenschaft und Wohnungsgrösse meist einige hundert, manchmal aber auch einige tausend Franken. Zudem sind Genossenschaftswohnungen begehrt und damit selten, sodass sich Kunden und Teilhaber in spe oftmals ein wenig gedulden müssen, bis sie in den Genuss einer Genossenschaftswohnung kommen. Manche Genossenschaften haben Wartelisten, andere bieten frei gewordene Wohnungen auf ihrer Webseite oder aber den Genossen an, die eine grössere oder eine kleinere Wohnung suchen.

Neben Genossenschaftswohnungen gibt es in der Schweiz auch eine Vielzahl von Gemeindewohnungen, deren Vergabe aber an verschiedene Voraussetzungen geknüpft ist. In der Regel werden Personen bevorzugt, die in der jeweiligen Gemeinde aufwuchsen, schon einmal dort wohnten oder dort ihren Arbeitsplatz haben. Ausserdem müssen bestimmte Einkommensgrenzen eingehalten werden. In Küsnacht dürfen beispielsweise Mieter, die eine Gemeindewohnung mit einer monatlichen Nettomiete zwischen 2.000 und 2.399 Franken anmieten wollen, höchstens 110.000 Franken im Jahr verdienen und auch das Vermögen darf 335.000 Franken nicht übersteigen.

Wohnung in einem Plattenbau

Günstige Wohnungen mieten, Plattenbau, Hochhaus,   Foto: Heiko Küverling / fotolia.com
Außen pfui, innen manchmal hui: Wohnungen in Hochhäusern oder Plattenbauten haben oft gute Grundrisse und sind bisweilen günstiger als zum Beispiel ein sanierter Altbau. Foto: Heiko Küverling / fotolia.com

Zugegeben: Der hochwertig sanierte Altbau mit hohen Decken oder die schicke Neubauwohnung sind attraktiv – aber meist leider eben auch ziemlich teuer. Typische Plattenbauwohnungen, die oft in den 1960er- bis 1970er-Jahren überwiegend von den Göhnerwerken errichtet wurden, sind zwar städtebaulich und architektonisch nicht ganz unumstritten - doch die Grundrisse solcher Wohnungen sind meist praktisch und die Ausstattung ist oft noch ziemlich zeitgemäss. Wichtig ist bei solchen preiswerteren Wohnungen vor allem, dass sie vom Eigentümer gut bewirtschaftet und gepflegt werden. Und wer kein Plattenbaufreund ist, sollte bedenken: Die meiste Zeit verbringt man in seiner Wohnung und nicht vor dem Haus.

Bei der Ausstattung Kompromisse eingehen

Manche Ausstattungsdetails sind begehrt und machen Wohnungen damit auch teurer. Wer bewusst auf einige begehrte Extras verzichtet, findet auch leichter eine günstige Wohnung:

Wohnung ohne Balkon

Wohnungen mit Balkon sind beliebt und daher meist teurer als solche ohne. Sind in der Nähe der Wohnung ein Park oder Grünflächen, fällt es Frischluftfans leichter, auf den Balkon zu verzichten.

Wohnungen mit veralteten oder kleinen Bädern

Grosszügige Bäder mit moderner Ausstattung liegen im Trend und sind auch bei Mietern sehr beliebt. Andererseits verbringt der Mensch in der Regel die meiste Zeit des Tages nicht im Bad. Wer dieses deshalb nicht als Wellness-Oase, sondern ganz pragmatisch als Raum für Körperhygiene sieht, kann hier Kompromisse eingehen und so Miete sparen.

Günstige Wohnung mieten, Treppenhaus, Aufzug, Foto: Friedberg / fotolia.com
Wer in den oberen Stockwerken eines Hauses ohne Lift wohnt, muss gut zu Fuß sein – und kann dabei Geld sparen. Foto: Friedberg / fotolia.com

Dachgeschosswohnung ohne Aufzug im Haus

Es mag anstrengend sein, fünf Stockwerke hochlaufen zu müssen. Aber genau aus diesem Grund sind Dachgeschosswohnungen in vielstöckigen Mehrfamilienhäusern ohne Aufzug auch nicht sonderlich beliebt und deshalb meist günstiger als Wohnungen in tieferen Stockwerken oder in Gebäuden mit Aufzug. Allerdings: Wer körperlich fit ist und nichts gegen Treppensteigen hat, kann eine solche Wohnungen durchaus in Betracht ziehen.

Kleinere Wohnung

70 Quadratmeter für einen Single sind grosszügig bemessen. Bei guter Planung der Einrichtung reichen aber oft auch schon 45 Quadratmeter. Und die sind zumeist günstiger.

Wohnung am Stadtrand oder auf dem Land

Wohnungen in zentraler Lage mit guter Verkehrsanbindung und perfekter Infrastruktur sind begehrt und entsprechend teuer. Günstiger wird es, je weiter eine Wohnung vom Zentrum entfernt ist. Allerdings wird es dann oft schwierig mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Co.

Wer sich mit einer Bleibe auf dem Land anfreunden kann, sollte aber genau rechnen: Denn in der Stadt kann man häufig auf ein Auto verzichten oder zumindest weniger Kilometer im Jahr zurücklegen, was eine deutliche Kosteneinsparung mit sich bringt. Das Landleben bringt deshalb nur dann finanzielle Vorteile, wenn die zusätzlichen Mobilitätskosten niedriger sind als die eingesparte Miete.

Wenig beliebter Stadtteil oft günstiger als Szeneviertel

Wohnungen in Züricher Stadtvierteln wie am Zürichberg oder beim Dolder sind signifikant teurer als solche in weniger begehrten Lagen wie etwa Altstetten. Es kann sich demnach lohnen, nach Wohnungen an Standorten zu suchen , die ein Schattendasein fristen, denn auch diese haben meist ausreichend Wohnqualität und Infrastruktur, um dort gut leben zu können.

Wohngemeinschaft gründen

Günstige Wohnungen mieten, WG, Wohngemeinschaft, Foto: contrastwerkstatt / fotolia.com
Wer zusammen mit anderen in einer WG wohnt, zahlt meist weniger Miete als für ein eigenes Appartement. Foto: contrastwerkstatt / fotolia.com

Das kleine Appartement kostet 1.000 Franken, die Drei-Zimmer-Wohnung ist für 2.000 Franken zu haben – ein übliches Bild in vielen Schweizer Städten. Denn grosse Wohnungen sind pro Quadratmeter oft günstiger als kleine. Wer gesellig, kompromissbereit ist und sich mit Mitbewohnern arrangieren kann, kann mit einer WG sparen – in unserem Beispiel immerhin über 300 Franken im Monat, wenn es sich um eine Dreier-WG handelt.

Fazit: Kompromisse machen das Wohnen günstiger

Wer günstig wohnen will, muss Kompromisse eingehen. Dabei muss jeder selbst abwägen, wo der Verzicht am wenigsten schmerzt oder wo es gar keinen empfundenen Verzicht gibt: Gesellige Typen fühlen sich im preiswerten WG-Zimmer vielleicht wohler als im eigenen Appartement und wer gerne in der Natur ist, dürfte mit dem günstigen Landleben glücklicher werden als in der Grossstadt.